Was auf der Bühne so spielerisch leicht balanciert, gedreht und
herumgewirbelt wird, ist in Wirklichkeit ein:
- 30 kg schweres Fass, in welchem sich ursprünglich jedoch niemals
Altöl,sondern 200 Liter Parfüm befanden. Da ich etwa 5 Monate nach
Parfüm stank, argwöhnte meine Freundin, dass ich eine Affäre hätte...
- über einen Zeitraum von 3 Jahren optimiertes, genau ausgewuchtetes
Requisit, in welchem zahllose Arbeitsstunden, tagelange Aufenthalte in
Baumärkten (mit irritiertem Fachpersonal: 'Aha, Sie wollen also ein
Parfümfass auf dem Kopf drehen... ') und zahllose ergraute Haare stecken.
- sperriges und unhandliches Requisit, welches durchaus ungewöhnliche
Zwischenfälle provoziert:
Berliner Zeitung: 'Zu einem spektakulären Zwischenfall kam es gestern
im Bahnhof Alexanderplatz, als ein SEK-Team einen Wagen der U-8
stürmte und dort einen Mann mit einem Ölfass festnahm. Wie sich wenig
später herausstellte, handelte es sich jedoch nicht, wie zuerst
befürchtet, um einen terroristischen Attentäter,sondern um einen
Berliner Artisten, der mit seinem Requisit, eben besagtem Ölfass, ins
Chamäleon-Varieté zu einem Auftritt unterwegs war.'
Die Polizei riet ihm, in Zukunft lieber ein Taxi zu nehmen.




